Death Valley National Park

[August 1996 / Juni 2004 / Juni 2008 / Oktober 2011]
















































 The Racetrack
 Eureka Dunes

1996 / 2004

Für mich eine der faszinierendsten Gegenden des amerikanischen Westens! Das Death Valley ist einer der heißesten Orte der Erde, an dem die Sonne erbarmungslos herunterbrennt und wo im Sommer auch die Nacht kaum Abkühlung bringt.
Unser erster Besuch 1996 bestand im Wesentlichen aus Badwater und Zabriskie Point sowie der Übernachtung in der Furnace Creek Ranch, doch das reichte aus, um unsere Faszination für diesen unwirtlichen Ort zu wecken. Es dauerte acht Jahre, bis wir wieder die Gelegenheit hatten, hinzufahren. Diesmal kamen wir von der Westseite und legten einen ersten Stop bei Stovepipe Wells ein. Hier gibt es ein relativ großes Gebiet mit Sanddünen, die einige Dutzend Meter hoch werden können. Man kann von der Straße aus in das Dünengebiet hineinlaufen, sollte jedoch nicht die Hitze unterschätzen. Schon wenige Meter können sehr anstrengend werden, da der tiefe Sand das Laufen auch nicht einfacher macht. Jedenfalls ein sehr interessanter Ort für Fotografen! Als nächstes machten wir Halt bei den Harmony Borax Works, eine Art "Freilichtmuseum" mit Ausstellungsstücken aus der Zeit des Borax-Abbaus im Tal Ende des 19. Jahrhunderts.
Schon auf der Anfahrt durch das Panamint Valley waren wir in ein Unwetter gekommen, und unsere Befürchtungen, daß das Wetter auch im Death Valley nicht besser sein würde, schienen sich zu bestätigen. Der Himmel war wolkenverhangen, und am Devil´s Golf Course fing es dann sogar an zu regnen! Allerdings war es trotzdem so heiß, daß so gut wie kein Regen unten am Boden ankam, sondern vorher verdunstete. Nichtsdestotrotz ein seltenes Erlebnis, im Death Valley mitten im Juni einen Schlechtwettertag zu erleben!
Wir fuhren weiter zum Badwater Point, der bekanntermaßen in der Nähe des tiefsten Punktes der USA liegt, 86 Meter unter dem Meeresspiegel. Hier hatte sich einiges getan seit unserem ersten Besuch, inzwischen wurde ein Boardwalk installiert, um die Touristen vom Herumtrampeln in der Salzwüste abzuhalten. Am hinteren Ende kann man jedoch immer noch ein Stück in die Ebene hinauslaufen.
Auf dem Rückweg ging es dann an der Artist´s Palette vorbei, einem kleinen Gebiet mit sehr farbenfrohen Gesteinsformationen, und am Golden Canyon. In Anbetracht des Wetters liefen wir jedoch nur ein kurzes Stück in den Canyon hinein, denn hier waren noch deutlich die Spuren sichtbar, die Flash Floods vor nicht allzu langer Zeit hinterlassen hatten: Der Boden war von tiefen Rinnen durchzogen und zum Teil komplett weggespült, und so etwas möchte man nicht live erleben! Aus diesem Grund fielen leider auch andere potentielle Aktivitäten, z.B. die Fahrt zum Racetrack, buchstäblich ins Wasser.
Am nächsten Morgen war dann das Wetter wieder so, wie man es vom Death Valley kennt - strahlender Sonnenschein und schon über 40 Grad in der Frühe. Perfektes Wetter für den berühmten Zabriskie Point, den man wegen des Sonnenstandes auf jeden Fall am Morgen aufsuchen sollte, genau wie Dante´s View. Dieser sagenhafte Aussichtspunkt liegt in über 1600 Metern Höhe und wird über eine steile Stichstraße erreicht. Hier oben befindet man sich genau oberhalb des Badwater Point, und tief unten im Tal kann man die Straße sehen. Man hat einen 180°-Blick über das ganze Death Valley, und von hier oben kann man wunderbar die Strukturen erkennen, die das Salz auf dem Talboden gebildet hat.

2008

Im Juni 2008 statteten wir dem Tal des Todes einen etwas ausgedehnteren Besuch ab. Geplant war eigentlich auch eine Fahrt zum Racetrack mit Übernachtung am dortigen Primitivst-Campground, doch nachdem wir uns mit einem Ranger im Visitor Center unterhalten hatten, trafen wir die Entscheidung, es zu dieser Jahreszeit lieber nicht zu versuchen. Im Sommer wird man kaum darauf bauen können, daß jemand vorbeikommt, wenn man dort eine irreparable Panne hat, und auch bei den für DV-Verhältnisse recht angenehmen Temperaturen von knapp über 40°C dürften die Wasservorräte schnell zur Neige gehen, sollte man länger auf Hilfe warten müssen. So wurde es also leider wieder nichts mit dem Racetrack, doch unser Alternativ-Programm war dann auch recht interessant!
Nachdem wir am ersten Tag aus Las Vegas über den Red Rock Canyon angereist waren, besuchten wir noch einige Attraktionen an der Badwater Road - die mäßig interessante Natural Bridge, die nach einem etwa 15 Minuten kurzen Spaziergang erreicht wird, Badwater selbst, den Artist Drive und den Mushroom Rock. Dann ging es noch zum Sonnenuntergang in die Mesquite Sand Dunes, aber dort hatten wir dann leider nicht mehr allzu viel Zeit zur Verfügung, so daß die Foto-Ausbeute dort recht gering ausfiel.
Am zweiten Tag standen nochmal Zabriskie Point und Dante´s View auf dem Programm, bevor wir dann nach kurzem Abstecher in die überraschend interessante Ghosttown Rhyolite unser DV-Highlight dieses Jahres in Angriff nahmen, die Fahrt durch den Titus Canyon, eine sensationelle Strecke durch die farbenfrohen Grapevine Mountains nordöstlich des Tals. Für die etwa 25 Meilen Schotterpiste benötigt man mit Fotostops ca. 3 Stunden. Die Strecke ist nicht besonders anspruchsvoll und läßt sich mit den handelsüblichen SUVs gut bewältigen. Von der Abzweigung etwas südlich von Rhyolite aus geht es zunächst auf schmaler Einbahnstraße auf und ab durch die Berge, bevor man den immer schmaler werdenden Titus Canyon erreicht und durchfährt, der einen am Ende wieder ins Tal führt. Meiner Meinung nach ein absolutes Muß für Death Valley-Besucher (natürlich nur, wenn sie mit SUV ausgestattet sind)!
Statt am Racetrack campten wir dann in Wildrose, einem netten kleinen Campground in den Panamint Mountains westlich des Tales auf etwa 1200m Höhe - bei dementsprechend angenehmen Nachttemperaturen, aber leider extremen Windböen. Zum Sonnenuntergang ging es dann noch hinauf zum Aguereberry Point, einem Aussichtspunkt auf der westlichen Talseite gegenüber von Dante´s View, aber nochmal 300m höher - ein sagenhafter Ausblick! Auch interessant in dieser Gegend sind die Überreste des Aguereberry Camp und der Eureka Mine sowie die Charcoal Kilns, eine Reihe alter, gut erhaltener Kohlenmeiler.
Schließlich statteten wir dann noch dem Mosaic Canyon einen Besuch ab, wobei 9 Uhr morgens zum Fotografieren allerdings schon wieder zu spät war, da die Sonne um diese Uhrzeit bereits wieder in den Canyon fiel. Recht interessant, aber auch nicht mehr, da gibt es schönere Canyons. Ähnliches gilt für unser nächstes Ziel, die Darwin Falls, ganz am westlichen Ende des Parks gelegen. Vielleicht sind die oberen Fälle interessanter, da mir die Kletterpartie dorthin - an der steilen Felswand entlang über loses Geröll - aber zu gefährlich erschien, blieb es bei den untersten Wasserfällen, wo wir aber immerhin zahllose Libellen in alle Formen und Farben beobachten konnten. Zum Abschluß noch ein Stop am Father Crowley Point mit toller Aussicht auf das Panamint Valley, und unser Besuch des Death Valley war auch schon wieder vorbei...

2011

Diesmal verbrachten wir drei Tage und Nächte im Park. Bei unserer Ankunft hingen dunkle Wolken über dem Tal, ideal für unser Fotoshooting in Badwater. Es war mit etwa 25° für Death Valley-Verhältnisse ungewöhnlich kalt, so daß wir problemlos die 1-2km auf die Salzfläche hinauslaufen konnten. Zwar gab es wegen der Wolken keinen besonders schönen Sonnenuntergang, doch die Wolken schufen eine unglaubliche bedrohliche Stimmung, die man auf den Fotos kaum nachvollziehen kann. Leider waren diese Wolken am nächsten Morgen komplett verschwunden, der Sonnenaufgang am Zabriskie Point mit Blick auf den bereits schneebedeckten Telescope Peak war trotzdem wunderschön. Anschließend ging es noch kurz zum Devil´s Golf Course, bevor wir dann - mit kurzem Zwischenstop bei Scotty´s Castle und dem Ubehebe Crater - eine Tour ins Backcountry des Death Valley National Park unternahmen: es ging endlich zum Racetrack und zu den Eureka Dunes!