Canyonlands National Park

[Juli 1997 / Juni 2004 / Juni 2005 / Juni 2007 / April 2009 / September 2011]














 Needles District
 White Rim Road

Auch wenn die Canyonlands zu den bekanntesten und meistbesuchten Parks des Südwestens gehören, für mich zählen sie zu den spektakulärsten Orten überhaupt, denn hier kann man die unglaubliche Weite des Landes fast spüren. Sowohl die Aussichtspunkte von Island In The Sky als auch der abgelegenere Needles District bieten einfach atemberaubende Panoramen. Natürlich gibt es auch noch das noch Gebiet der Maze, noch viel weiter ab vom Schuß als die anderen Gebiete und nur über üble Backcountry Roads zu erreichen, doch dorthin hat es mich bisher noch nicht verschlagen.
Die Island In The Sky ist am einfachsten von Moab aus über die #191 und #313 zu erreichen. Viel interessanter für Fahrer eines Geländewagens ist jedoch die Anfahrt über die Potash Road entlang des Colorado. Nachdem man das Potash Plant erreicht hat, schlängelt sich eine mehr oder weniger gute Dirt Road hinauf bis zum White Rim, um danach über den Shafer Trail in steilen Serpentinen die nahezu senkrecht erscheinende Felswand des Shafer Canyon hinauf zur Island In The Sky zu erklimmen. Diese Strecke ist nicht wirklich schwierig, aber gut geeignet zum Üben für 4WD-Neulinge, macht Spaß und bietet einige tolle Ausblicke. Sie ist zwar kürzer als der "Umweg" über den Highway, als zeitliche Abkürzung kann sie jedoch nicht dienen. Auch die Long Canyon Road, die von der Potash Road abzweigt, führt hinauf auf das Plateau. Man sollte sie jedoch nur in umgekehrter Richtung (abwärts) fahren, denn kurz nach Passieren des berühmten herabgestürzten Felsblocks gibt es eine ziemlich steile Stelle mit tief ausgefahrenen Sandlöchern und lockeren Felsbrocken, die für einige Miet-SUVs unüberwindbar sein dürfte.
Ist man einmal oben auf dem Island In The Sky-Plateau angekommen, hat man zwar nur einige begrenzte Möglichkeiten und Aussichtspunkte, doch die können sich absolut sehen lassen! Als idealer Ort, um einen Sonnenaufgang zu genießen, empfiehlt sich der Mesa Arch, der auf einem kurzen Trail zu erreichen ist. Wenn die Sonne aufgeht und den Arch von hinten beleuchtet, beginnt das Gestein in den grellsten Rottönen zu leuchten. Ein atemberaubendes Schauspiel, das auf jeden Fall das frühe Aufstehen und die lange Anfahrt von Moab aus lohnt - eine Stunde vor Sonnenaufgang sollte man schon losfahren, wenn man nicht zu sehr rasen und nicht Gefahr laufen will, Kaninchen oder Coyoten über den Haufen zu fahren...
Weitere interessante Viewpoints sind der Grand View Point, von dem aus man den Blick über die White Rim, das Monument Basin und bis hinüber zum Needles District schweifen lassen kann, und der Green River Overlook. Der Ausblick von hier über den Green River bis zur Maze ist ebenfalls sensationell. Zwei interessante und fotografisch hochinteressante Kurzwanderungen gibt es auch noch: eine führt zu alten indianischen Kornspeichern am Aztec Butte, die andere zur False Kiva. Ausgangspunkt für die Aztec-Butte-Wanderung ist der erste Parkplatz auf der rechten Seite an der Straße zum Upheaval Dome. Von hier aus erreicht man nach wenigen hundert Metern den Fuß der Aztec Butte und folgt dann den Steinmännchen den steilen Pfad über Slickrock hinauf bis auf das kleine Plateau, an dessen Rand die drei Ruinen zu finden sind. Wirklich interessant ist eigentlich nur die letzte auf dem Rundweg (gegen den Uhrzeigersinn), die etwas versteckt unterhalb des Rims liegt und nicht ganz einfach zu finden ist. Diese Granary wurde sehr fotogen in ein kleines Alcove hineingebaut, das durch zwei Sandstein-Pfeiler gestützt wird. Hier sollte man sich am besten um die Mittagszeit einfinden, damit noch kein direktes Licht darauf fällt, sonst wird es sehr schwer zu fotografieren. In diesem Fall lassen sich aber recht brauchbare Ergebnisse erzielen, indem man mehrere unterschiedlich belichtete Aufnahmen kombiniert (DRI).
Der Ausgangspunkt für die Wanderung zur False Kiva befindet sich ebenfalls an der Upheaval Dome Road, ein paar Meilen weiter. Am besten parkt man am Alcove Spring Trailhead und geht dann auf der anderen Straßenseite ein paar hundert Meter zurück, bis man zu einem inzwischen schon recht gut ausgetretenen Pfad kommt, der nach Südwesten (rechts) von der Straße abzweigt. Diesem Pfad folgt man etwa eine halbe Stunde, zuerst eben bis zu einer wenige Meter hohen Abrißkante, die man links umgehen kann, und dann abwärts über Geröll am Abhang entlang, bis sich links die sagenhafte Aussicht zum Candlestick Tower eröffnet und man rechts über sich schon den Alcove sieht, in dem sich die False Kiva versteckt. Man folgt dem Pfad bis zum anderen Ende des Alcove, dann nach rechts zurück hinauf. Ist nicht einfach zu finden, aber es lohnt sich - ein wirklich magischer Ort! Beste Zeit zum Fotografieren ist hier der späte Nachmittag, wenn die Sonne nicht mehr direkt von vorne kommt, sondern sich hinter den rechten Canyonrand verzogen hat.